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TARIFERGEBNIS FÜR METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE NIEDERSACHSEN

24.05.2012 | Hannover
In der 5. Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen vereinbarten IG Metall und Arbeitgeber am heutigen Donnerstag die Übernahme des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg. Das Ergebnis bringt den rund 80.000 Beschäftigten rückwirkend ab 1. Mai 4,3 Prozent mehr Geld und den Auszubildenden eine grundsätzlich unbefristete Übernahme in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis nach ihrer Ausbildung. Zudem werden die Mitbestimmungsrechte für Be-triebsräte beim Einsatz von Leiharbeit gestärkt.

"Die Zukunft gehört uns": Junge Metaller beim Warnstreik am 15. Mai in Hannover
Zusätzlich einigten sich die Tarifvertragsparteien auf die Einführung einer Einstiegsqualifizierung für benachteiligte Jugendliche. Ziel ist es, benachteiligte Jugendliche während einer einjährigen Coachingphase im Betrieb fit für eine sich anschließende dreieinhalbjährige duale Ausbildung zu machen. Während der Coachingphase erhalten die Jugendlichen 682 Euro. Nach erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung, haben die Jugendlichen die Chance in ein Berufsausbildungsverhältnis übernommen zu werden.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete das Tarifergebnis als fairen und tragfähigen Kompromiss. „Die Beschäftigten erhalten deutlich mehr Geld und die junge Generation hat eine gute Chance auf eine sichere und vor allem planbare Zukunft. Mit dem Branchenzuschlag für Leiharbeitsbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie sowie der gestärkten Mitbestimmung bei Leiharbeit, konnte für diese von Niedriglöhnen bedrohte Beschäftigtengruppe eine deutliche Verbesserung erzielt werden.

Gemäß dem Tarifabschluss vom 22. Mai erhalten Leiharbeitnehmer ab 1. November 2012 auf ihr Grundentgelt einen stufenweisen Zuschlag von bis zu 50 Prozent, der die Entgeltdifferenz zu Stammbeschäftigten teilweise ausgleicht. Nach sechs Wochen Einsatzdauer beträgt dieser Branchenzuschlag 15, nach dem dritten Monat 20, nach dem fünften Monat 30, nach sieben Monaten 45 und nach weiteren zwei Monaten 50 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2017.

Rund 71.000 Beschäftigte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich im Kontext des Tarifkonflikts an Aktionen und Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt.

Flugblatt

 

Alle Räder stehen still - über 4500 Metallerinnen und Metaller beim Warnstreik

16.05.2012
Rund 4.500 Metallerinnen und Metaller folgten heute dem Aufruf der IG Metall Salzgitter-Peine und warfen die Brocken hin: Warnstreiks und Protestveranstaltungen – gemeinsam – öffentlich - lautstark. „Die Belegschaften sind mittlerweile stinksauer, weil die Unternehmen zu vernünftigen Verhandlungen in Niedersachsen nicht bereit sind,“ sagte Brigitte Runge, von der IG Metall Salzgitter-Peine. Aufgerufen zum Warnstreik waren die Beschäftigten von Alstom, Bosch, Funkwerk, MAN, Stoll, Stratiforme und Voith. Rund 1.500 VW-Beschäftigte nahmen an der Protestveranstaltung teil, um die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie zu unterstützen. Ferner waren Solidaritätsdelegationen aus weiteren Metall- und auch Stahlbetrieben erschienen wie von der SZFG, SZST, VPS, DEUMU, telcat, Meyer, Schraubenwerke Meusel sowie der Peiner Umformtechnik. Magna beteiligte sich mit betrieblichen Aktionen: alle Schichten legten für 2 Stunden die Arbeit nieder.

Pressemitteilung

Hier geht's zur Bildergalerie

 

3. Verhandlung ohne konstruktiven Lösungsvorschlag

23.04.2012
Mit voller Kraft steuern die Arbeitgeber auf den Konflikt zu. Statt einen konstruktiven Lösungsvorschlag anzubieten, legten sie bei der dritten Tarifverhandlung am 20. April in Hannover ebenso wie zwei Tage zuvor in Nordrhein-Westfalen ein Billig-Angebot vor: 3 Prozent für 14 Monate! Und zu den anderen drei Themen wurde kein einziger konkreter Vorschlag gemacht.

Hier gehts zum Flugblatt

 

2. Tarifverhandlung ohne Angebot der Arbeitgeber

22.03.2012
In der 2. Verhandlung ging es um die Erwiderung der Arbeitgeberseite zu dem von der IG Metall am 6. März dargelegten Forderungspaket. Der Verhandlungsführer von NiedersachsenMetall Herr Niemsch ließ zu kaum einer Forderung eine konstruktive Verhandlungsbereitschaft erkennen. Im Gegenteil, mit ausladenden Erläuterungen versuchten die Arbeitgeber zu verdecken, dass ihnen nicht viel mehr als ein NEIN einfällt.Die Präsentation von NiedersachsenMetall kann man wie folgt zusammenfassen:

  • Entgelterhöhungen von 6,5 Prozent – NEIN. Völlig überzogen, nicht gerechtfertigt. Vorweganhebung der Ausbildungsvergütungen – NEIN. Kontraproduktiv, nicht
    nachzuvollziehen.
  • Unbefristete Übernahme der Auszubildenden – NEIN. Dies käme einer
    Verbeamtung der Auszubildenden gleich und würde zur Reduzierung von
    Ausbildungsplätzen führen.
  • Begrenzung und Regulierung der Leiharbeit – NEIN. Sie wollen weiterhin allein
    über dieses flexible Instrument zu Personaldeckung entscheiden.
  • Einstiegsqualifizierung für benachteiligte Jugendliche – JA und NEIN. Etwas für
    diese Jugendliche zu tun sei grundsätzlich unterstützenswert, allerdings sollte
    dies ohne Zusage eines Ausbildungsplatzes organisiert werden.

 

Tarifinfo

 

1. Verhandlung ohne Arbeitgeberangebot

07.03.2012

... Forderung mit der guten wirtschaftlichen Lage sowie dem drohenden Mangel an Fachkräften. „6,5 Prozent mehr Geld sind absolut gerechtfertigt. Die Entgelterhöhung wird im Kontext der guten wirtschaftlichen Entwicklung keinen Arbeitgeber in die Knie zwingen. Im Gegenteil, wer anständige Tarifentgelte zahlt, hat hervorragende Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte. Wer hingegen knauserig ist, wird den Wettbewerb um Fachkräfte verlieren.“

In einem Interview mit der „Welt“ hatte der Präsident des Arbeitgeberverbandes
Gesamtmetall Kannegiesser die Tarif-Forderung der IG Metall nach unbefristeter Übernahme als „Rattenfängerei“ bezeichnet und damit hunderttausende Auszubildende beleidigt.

Wir sind keine Ratten, Herr Kannegiesser!
Wir sind empört! Azubis sind keine Ratten! Unsere Forderung ist legitim!
Herr Kannegiesser muss sich entschuldigen!

Hier kannst du die Forderung an die Arbeitgeber absenden
http://www.operationuebernahme.de/keineratte.html

Metallnachrichten Nr. 5
Metallnachrichten Nr. 4

 

Start frei für die Tarifrunde 2012

12.01.2012
Die IG Metall will in der Metall- und Elektrobranche, neben höheren Entgelten, bessere Beschäftigungssituationen für die junge Generation erstreiten: „Erstens müssen junge Ausgebildete in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden, zweitens benötigen benachteiligte Jugendliche eine Einstiegsqualifizierung, um eine duale Berufsausbildung absolvieren zu können und drittens müssen Leiharbeitsbeschäftigte endlich zu fairen Bedingungen beschäftigt werden,“ fordert Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Flugblatt vom 9. Januar 2012

 

Ergebnis für Niedersachsen erzielt

01.03.2010
IG Metall und Arbeitgeberverband hat am Donnerstag, 25.02.2010 ein Tarifergebnis für die rund 75.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie vereinbart. Die in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erzielten Entgeltsteigerungen werden übernommen. Bei der Beschäftigungssicherung wurden allerdings niedersächsische Besonderheiten vereinbart.

Flugblatt

 

Tarifrunde 2010

15.02.2010
Vorrangiges Ziel: Keine Entlassungen! Um Entlassungen zu vermeiden, will die IG Metall zügig mit den Arbeitgebern Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung aufnehmen. Das beschloss der Vorstand der IG Metall am 9. Februar. Damit soll die Tarifrunde 2010 vorgezogen werden. Die regionalen Sondierungsgespräche münden damit in konkrete Verhandlungen.

Hier gibts das Flugblatt

 

Pilotabschluss von Baden-Würtemberg übernommen

20.11.2008
Zwei Tage nach dem Durchbruch in Sindelfingen konnte das Ergebnis auch für die 75 000 Beschäftigten der Metallindustrie Niedersachsen übernommen werden. Ein Ergebnis in schwierigen Zeiten - nicht zum Jubeln, aber tragfähig und solide.

Hier das ganze Ergebnis

 

Warnstreiks in Salzgitter dauern an, Metaller erhöhen den Druck!

06.11.2008
Über 2000 Beschäftigte haben sich am 4. + 5.11.2008 an Warnstreiks und Aktionen der IG Metall Salzgitter-Peine beteiligt.
Die Beteiligung von 1.270 Beschäftigten, an den fünf Warnstreiks bei Bosch und Funkwerk, war mehr als gut, da sogar Nichtmitglieder dem Aufruf der IG Metall gefolgt waren.
In Salzgitter Bad legten die Beschäftigten der SMAG die Arbeit für eine Stunde nieder. Rund 200 Warnstreikende versammelten sich um 12 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Werkstor.

Bildergalerie Bosch und Funkwerk
Bildergalerie SMAG
Pressemitteilung

 

Gelungener Auftakt der Warnstreiks in Salzgitter und Peine

03.11.2008
3.500 Beschäftigte aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie haben sich am heutigen Montag an ersten Warnstreiks und Aktionen der IG Metall Salzgitter-Peine beteiligt. In Salzgitter .... mehr

Bildergalerie

 

Auftakt der Warnstreiks in Salzgitter-Watenstedt

31.10.2008
Am heutigen Freitag läuft um Mitternacht die Friedenspflicht aus. Die IG Metall hat bereits für das gesamte Bundesgebiet Warnstreiks angekündigt, sollte es bis dahin noch kein Ergebnis geben.

Presseerklärung

 

Übernahme der Auszubildenden gesichert

25.06.2008
Ein erster Erfolg in der Tarifauseinandersetzung um Altersteilzeit und Übernahme. Am Montag konnte die Übernahme der Auszubildenden in der Metallindustrie Niedersachsen abgeschlossen werden.

Bildergalerie

Mehr zur Tarifrunde Altersteilzeit und Übernahme

 

2.000 Beschäftigte demonstrieren für neue Altersteilzeit

13.06.2008
Beschäftigte der Firmen Bosch Elektronik, Alstom LHB und JF-Stoll haben am heutigen Freitag für eine neue Altersteilzeit die Arbeit in den Betrieben niedergelegt.
Horst Ludewig, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine, kündigte für die nächsten Wochen weitere Warnstreiks an.

Pressemitteilung vom 20.06.2008
Pressemitteilung vom 13.06.2008