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+++ INTERNATIONALER TAG DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG +++

IG Metall - Weihnachtsmänner verteilten Osterhasen

08.12.2017 | Anläßlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung startete der Arbeitskreis der Schwerbehindertenvertretungen der IG Metall SZ-PEam 3. Dezember eine öffentlichkeitswirksame Aktion auf dem Peiner Weihnachtsmarkt. Mit bunten Weihnachtsmann-Mützen und Schoko-Osterhasen waren die Metallerinnen und Metaller unterwegs, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Foto: Dr. N. Laskowski

Foto: Dr. N. Laskowski

Der 03. Dezember ist ein besonderer Gedenktag – der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Er wurde bereits 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen.
Insbesondere, da die IG Metall 2016 vom zuständigen Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Behindertenverband anerkannt wurde, ist es erklärtes Ziel, am 03. Dezember eine öffentlichkeitswirksame Aktion zu veranstalten und auf die Probleme und Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen.

"Leider kennt bisher kaum jemand diesen Aktions- und Gedenktag und das möchten wir ändern. Wir tragen heute Weihnachtsmannmützen in allen Farben, um auf die Vielfalt der Menschen aufmerksam zu machen. Als kleine Geschenke haben wir Schoko-Osterhasen auf Postkarten dabei. Auf den Karten erklären wir, warum wir heute unterwegs sind und dass einem der Osterhase auf dem Weihnachtsmarkt genauso unvermittelt begegnen kann, wie man unvermittelt eine Behinderung erleidet", erläutert die Arbeitskreisleitung die Aktion.



Die Aktion „Schau ich bin schon da!“ des Arbeitskreises der Schwerbehindertenvertretungen (AK SBV) sollte darauf aufmerksam machen, dass laut Statistik in Deutschland 10,2 Millionen Menschen mit anerkannten Behinderungen leben. Hinzu kommen diejenigen, die ihre Einschränkungen nicht vom Amt haben anerkennen lassen. Folglich geht es hier um einen großen Teil der Bevölkerung – Tendenz steigend.

Grund genug, auch weiterhin Barrieren abzubauen – nicht nur in Form von Treppenstufen und Bordsteinkanten, sondern auch in den Köpfen. Denn diese führen häufig dazu, dass Behinderte auch im Arbeitsleben Nachteile erleben. Sie arbeiten häufiger unterhalb ihres Qualifikationsniveaus, erhalten im Vergleich weniger Entgelt und sind mehr und länger von Arbeitslosigkeit betroffen. All dies zeigt: Menschen sind nicht behindert, Menschen werden behindert!

Die Aktion kam bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes gut an. Viele informierten sich in Gesprächen und nahmen auch gern die Osterhasen entgegen. Kurz vor Ende der Aktion schauten auch Bürgemeister Klaus Saemann und seine Stellvertreterin Gabriele Handke vorbei. Die Mitglieder des Arbeitskreises dikutierten mit ihm die barrierefreie Gestaltung der Stadt sowie die weiteren Vorhaben auf dem Weg zur inklusiven Schule.

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