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3,8 Prozent mehr Geld für 75.000 Stahlarbeiter

22.11.2011
3,8 Prozent höhere Einkommen wurden heute in der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf für die 75.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen nach über 11-stündiger Verhandlung vereinbart. Die Tariferhöhung gilt ab dem 01.12.2011 bis zum 28.02.2013. Der Tarifvertrag hat damit eine Laufzeit von insgesamt 16 Monaten seit dem 01.11.2011. Die Auszubildenden werden künftig in der Regel unbefristet übernommen. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wurde verlängert. Es wurde eine Aufstockung des Arbeitgeberbeitrages zur Rentenversicherung von 95 auf 100 Prozent verabredet. Über neue Modelle zum fairen Altersausstieg wird in einer Arbeitsgruppe weiter verhandelt. Verbindlich wurde verabredet, hierbei bis zur Ende der Laufzeit des Tarifvertrages Ergebnisse zu erzielen. 

Tariftelegramm (9 KB)

Stahlnachrichten Nr. 6 (1.2 MB)

 

 

Weit über 2000 Beschäftigte beim Warnstreik der Salzgitter AG Betriebe

10.11.2011
Matthias Wilhelm, IG Metall Salzgitter-Peine sowie Mitglied der Verhandlungskommission, begrüßte die Warnstreikenden und forderte die Arbeitgeber nachdrücklich auf, ihre abwartende Haltung bezüglich eines Angebotes endlich aufzugeben. Wer Werte wie Identifikation, Einsatz- und Leistungsbereitschaft erhalten will, wie sie in der Stahlindustrie vorhanden sind, vertröstet nicht wochenlang die Belegschaften .... (20 KB)

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Pressemitteilung (393 KB)

Stahlnachrichten Nr. 5 (2.8 MB)

 

 

Stahltarifrunde 2011

08.11.2011

Aufruf zum Warnstreik am 10. November 2011 (421 KB)

Auch in der 2. Verhandlung haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Damit haben die Arbeitgeber die Chance für eine schnelle Tarifrunde vertan.

Stahlnachrichten Nr. 4 vom 8. November 2011 (312 KB)

Stahlnachrichten Nr. 3 vom 24. Oktober 2011 (305 KB)

 

 

1. Warnstreik in der Tarifrunde 2010

22.09.2010
Pünktlich um 8:00 Uhr ließen die Stahlbeschäftigten die Arbeit ruhen und versammelten sich zu einem großen Demonstrationszug zum TOR 6 der Salzgitter AG, wo vor dem Werksgelände der bundesweit erste Warnstreik in der Tarifrunde der Stahlindustrie 2010 stattfand. An der Kundgebung vor TOR 6 der SZAG beteiligten sich 1500 Metallerinnen und Metaller.
Matthias Wilhelm von der IG Metall Salzgitter-Peine begrüßte die Warnstreikenden und bedankte sich besonders bei den Kolleginnen und Kollegen die zur Unterstützung der Warnstreikenden ebenfalls ihren Arbeitsplatz verlassen haben.

Pressemitteilung (24 KB)

Bildergalerie

 

 

Erste Tarifverhandlung endet ohne Angebot

07.09.2010
Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen: "Die Arbeitgeber haben heute den Aufschwung ganz klein geredet, gegen alle klaren Fakten. Unsere Leute kennen die vollen Auftragsbücher, die hohe Auslastung, den Umfang der Mehrarbeit genau. Sie wissen, dass alle Hochöfen wieder voll in Betrieb sind. Der Aufschwung hat Substanz. Von dem Profit dieses Aufschwungs müssen alle profitieren. Nach dem erfolgreichen Krisenpaket gilt es jetzt, ein starkes Aufschwungpaket zu schnüren."

Zur Gleichbehandlung von Leiharbeitern haben die Arbeitgeber in der ersten Runde tarifliche Regelungen für unnötig erklärt. Auch zu den Arbeitsbedingungen für Ältere sehen sie derzeit kaum Handlungsbedarf.

Oliver Burkhard: "Die Forderungen nach gleichem Geld für Leiharbeiter und zur Weitentwicklung des Tarifvertrags Demografischer Wandel sind für uns unabdingbar. Es kann doch niemand ernsthaft akzeptieren wollen, dass gleiche Arbeit ungleich bezahlt wird. Und wer zu den Älteren zählt, braucht bessere Bedingungen für längeres Arbeiten."

Die zweite Verhandlung dieser Tarifrunde beginnt am Freitag, 17. September 2010

Stahlnachrichten Nr. 3 (304 KB)

Stahlnachrichten Nr. 2 (494 KB)

 

 

Die Stahlrunde 2010 ist gestartet

28.06.2010
Jetzt Forderungen diskutieren!
Die IG Metall-Tarifkommission für die Stahlindustrie in NRW, Niedersachsen und Bremen hat am 22. Juni in Sprockhövel den geltenden Tarifvertrag fristgemäß zum 31. August gekündigt. Die Tarifforderungen für die 85.000 Beschäftigten werden am 27. August beschlossen.

Stahlnachrichten Nr. 1 (202 KB)

 

 

Einkommen gesichert - Erfolg für Beschäftigung erreicht

01.04.2009
Ein Paket aus mehreren Elementen für Beschäftigungs- und Einkommenssicherheit ist das Ergebnis der zweiten Tarifverhandlung für die 85.000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen.

Die Ausgebildeten werden künftig für 24 Monate statt bisher 12 Monate übernommen, bei einer Mindestbeschäftigung von 28 Stunden pro Woche.
Älteren Beschäftigten wird auch über den 31. Dezember 2009 hinaus ermöglicht Vereinbarungen zum vorzeitigen Ausscheiden durch Altersteilzeit abzuschließen.
Für die Beschäftigten gibt es eine Einmalzahlung von 350 € für die Monate April bis Dezember 2009.
Ab dem 1. Januar 2010 werden die Löhne und Gehälter um 2 Prozent erhöht.
Die Auszubildenden erhalten eine Pauschale von 50 € für das Jahr 2009. Ab Januar 2010 folgen Erhöhungen um 2 Prozent.
Eine Verkürzung der Arbeitszeit von bisher 35 Stunden pro Woche auf bis zu 28 Stunden kann zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen vereinbart werden. Dabei erfolgen gestaffelte Zuzahlungen bis zur Höhe des 1,75-fachen eines Stundenlohns.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten. Er gilt vom 1. April 2009 bis zum 31. August 2010.
 

Oliver Burkhard, IG Metall Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen: "Es ist ein schwieriger Abschluss in schwierigen Zeiten. Mit dem Kompromiss sind wir beim Geld hart an der Schmerzgrenze. Zur Beschäftigungssicherung haben wir Erfolge erzielt. Den Auszubildenden bringen die 24 Monate Übernahmegarantie eine echte Perspektive. Ältere können auch künftig auf die Möglichkeit einer fairen Altersteilzeit zählen. Absenkungen der Arbeitszeit gibt es nun mit Zuzahlungen für alle Beschäftigten."

Die Tarifkommission wird noch heute ab 9.30 Uhr in Gelsenkirchen über das erzielte Verhandlungsergebnis beraten.

Eine Entscheidung über die Annahme gibt es erst nach ausführlicher Diskussion in den Betrieben.

 

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