IG Metall Salzgitter-Peine
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19.09.2018, 21:09 Uhr

+++ Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie +++

Großkundgebung mit 5500 Beschäftigten auf der "Metaller-Kreuzung"

  • 24.01.2018
  • Aktuelles, Bildergalerie, Video, Betriebe, Tarif, Tarif VW, Metall & Elektro

Am heutigen Mittwoch gingen auch die Betriebe unserer Geschäftsstelle in die zweite Warnstreikwelle. Bereits in der ersten Januarhälfte wurden betrieblich Warnstreiks durchgeführt. Nun zogen die Beschäftigten gemeinsam auf die "Kreuzung der Metallerinnen und Metaller" um ihren Forderungen in der Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeberseite beharrt auf ihren unverschämten Forderungen. Beschäftigte von VW beteiligten sich in Form einer Protestaktion, denn auch in ihrer Tarfirunde bewegt sich die Arbeitgeberseite nicht.

Bei nahezu frühlingshaften Temperaturen strömten immer mehr Menschen auf die Kreuzung der Metallerinnen und Metaller, bis schließlich rund 5500 Menschen die Straße füllten. Zum Warnstreik waren die Beschäftigten von Alstom, Bosch, Funktel, Magna, MAN, Meyer, SMAG, Stoll, Stratiforme, Voith und der PUT aus Peine aufgerufen. Zudem kamen aus verschiedenen Betrieben Solidaritäts-Delegationen, um die Metallerinnen und Metaller in Ihren Forderungen zu unterstützen. Die VW-Belegschaft beteiligte sich an der Aktion in Form einer Protestveranstaltung.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, der auch die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite führt, berichtete in seiner engagierten Rede von den unverschämten Forderungen, die den Kolleginnen und Kollegen der Metall- und Elektroindustrie in den bisherigen Verhandlungsrunden von der Arbeitgeberseite vorgelegt wurden. „Wir erwarten von den Arbeitgebern akzeptable Lösungen zu allen Elementen unseres Forderungspaketes. Das gilt auch für einen Entgeltzuschuss für Beschäftigte, bei Pflege, Erziehung von Kindern und in belastenden Arbeitszeitmodellen. Wie man das macht, da gibt es sicher mehrere Möglichkeiten. Wichtig ist, dass die Beschäftigten in diesen Situationen die Last nicht alleine tragen.“

Die Kolleginnen und Kollegen von VW beteiligte sich in Form einer Protestaktion an der Kundgebung. Warnstreiks sind bei VW erst ab Februar möglich. VW hat es bisher versäumt, in konstruktive Verhandlungen mit der IG Metall einzutreten. Sattdessen wurde das unverschämte Angebot von 2% vorgelegt. Hiergegen richtet sich der Protest der Metallerinnen und Metaller, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Metall- und Elektroindustrie auf die Kreuzung gezogen sind.

Für die Forderung der Jugend sprachen Yasemine Özcan (JAV Vorsitzende Alstom) und Cem Ince (JAV-Vorsitzender VW). Ihre Reden wurde von einer bunten und lauten Aktion der Jugend begleitet.

Über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen bei VW informierte Auke Tiekstra (VK-Leiter VW) die Warnstreikenden. "Heute haben wir uns warm angezogen. Ab morgen können sich die Arbeitgeber warm anziehen!" schloß er seine Rede. Das gilt nicht nur für VW ...

Nils Knierim überbrachte als VK-Leiter der Hütte solidarische Grüße. Gekommen war eine Abordnung von Kolleginnen und Kollegen aus dem Stahlwerk, um zu zeigen, dass auch sie die Forderungen der Kollegen aus der Metallbranche unterstützen.


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