IG Metall Salzgitter-Peine
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22.05.2018, 00:05 Uhr

+++ Salzgitter passt auf +++

Trommeln gegen rechts

  • 23.04.2018
  • Aktuelles, Gegen Rechts

Bunt und mit rhythmischen Sambaklängen versammelten sich am Samstag über 250 Bürgerinnen und Bürger, um für Frieden, Solidarität und Demokratie zu demonstrieren. Ausgrenzende, fremden- und menschenfeindliche Aussagen und Verhaltensweisen haben in Salzgitter auch weiterhin keinen Platz.

Eine gegen Flüchtlinge Stimmung machende AfD ist in Salzgitter nicht willkommen. Dies stellten sowohl Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel wie auch Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, klar.

Die AfD versuche, Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen, die vor Hunger, Krieg und Verfolgung geflohen seien, erklärte Kollege Räschke.  Es sei besonders bitter, dass gerade in Salzgitter durch die AfD Stimmung gemacht werde und das teils auch auf fruchtbaren Boden falle. "Schließlich waren es Flüchtlinge, die die Stadt und die Betriebe hier aufgebaut haben. Ohne Flüchtlinge würde es diese Stadt gar nicht geben", so Räschke. In Salzgitter leben Menschen aus mehr als 100 Nationen zusammen.

Auch Oberbürgermeister Klingebiel bezog klar Stellung: "Heute stehen wir hier zusammen gegen die Nepper, Schlepper und Bauernfänger der Republik". Auf keinen Fall sei die AfD eine Alternative, wie sie weismachen wolle. "Sie ist vielmehr ein Sammelbecken für Rechtsradikale, aber auch für Bürger, die maßlos von den etablierten Parteien enttäuscht sind und für die sozial Schwachen in der Gesellschaft, die die Hoffnung auf Arbeit und Gerechtigkeit aufgegeben haben." Diese Hoffnungslosigkeit, Wut und Enttäuschung greife die AfD-Führung auf, um sie gegen Flüchtlinge zu richten. "Das ist ein ebenso widerwärtiges wie durchschaubares Spiel. Es ist ein Skandal", rief Klingebiel. Alle seien aufgefordert, gegen das fremdenfeindliche Gedankengut der AfD aufzustehen. Aber das alleine reiche nicht aus. "Es ist auch an den etablierten Parteien, die enttäuschten Wähler von der AfD zurückzuholen. Das ist unser Auftrag."

Insgesamt macht die AfD nicht mehr bei ihrer Flüchtlingshetze halt. In einem jüngst veröffentlichten Video ruft der Vorsitzende der AfD Salzgitter dazu auf, aus Gewerkschaften auszutreten. Gewerkschaften werden denunziert und ihnen wird jedwede gesellschaftspolitische Verantwortung abgesprochen. Der Sprachgebrauch kommt einem aus Zeiten der NS-Diktatur sehr bekannt vor...

"Wir müssen immer und immer wieder diese antidemokratischen Ausfälle kritisieren und wir müssen darüber aufklären. Wir dürfen es auch nicht unwidersprochen hinnehmen, weder im Betrieb, noch im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft und im Verein müssen wir jedes mal dagegen aufstehen. Und wir müssen immer und immer wieder darauf hinweisen, dass sie (die AfD) immer wieder Ansprüche formulieren, die sie selber nicht einhalten", erklärte Kollege Räschke. "Wir müssen deutlich machen, was deren Vorstellungen konkret für eine freie Gesellschaft bedeuten und was es bedeutet, wenn sich solche Vorstellungen durchsetzen. Wir nehmen dies nicht einfach hin, sondern wir trommeln gegen rechts!"

 

Salzgitter ist und bleibt bunt!


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