IG Metall Salzgitter-Peine
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07.04.2020, 11:04 Uhr

Konferenz im Forum AutoVision in Wolfsburg

Die (R) Evolution unserer Mobilität - ökologisch, sozial, demokratisch und solidarisch gestalten

  • 26.02.2020
  • Aktuelles

Über die Herausforderungen für die Mobilitätsregion SüdOstNiedersachsen haben am Dienstag, 25. Februar 2020, 130 Akteur*innen der IG Metall aus den Betrieben in Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Gifhorn, Peine und Wolfenbüttel gemeinsam im Forum AutoVision in Wolfsburg beraten. Zentrale Themen waren die Umstellung der Automobilindustrie auf E-Mobilität und die daraus hervorgehenden gewerkschaftlichen Handlungsperspektiven, um weiterhin zukunftsfähige Arbeitsplätze in unserer Region SüdOstNiedersachsen zu erhalten, die auch zukünftig dem Anspruch nach "Guter Arbeit und Gutem Leben" gerecht werden.

Vorn: Thomas Krause und Eva Stassek

Matthias Wilhelm

Am Rednerpult: Matthias Disterheft

Thomas Krause

Eva Stassek, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, betonte: "Mobilität ist eine der Grundvoraussetzungen in unserer Gesellschaft und unserer Arbeitswelt. Gleichzeitig ändern sich jedoch die Bedingungen, unter denen Mobilität heutzutage gewährleistet werden kann oder soll. Die IG Metall ist sich des Handlungsdrucks bewusst und unterstützt die Pariser Klimaziele, denn unsere Umwelt ist unsere Lebenswelt die wir erhalten wollen. Sozial, ökonomisch und ökologisch stellen sich also große Herausforderungen".

Der für Strukturpolitik zuständige Geschäftsführer der IG Metall Wolfsburg, Matthias Disterheft, ergänzte: "Arbeitsplätze und gewerkschaftliche Handlungsoptionen in unserer stark automobilgeprägten Region sind in besonderem Maße von der Entwicklung in den Mobilitätsbereichen abhängig. Wir halten den ökologischen Umbau der Wirtschaft nicht nur für dringend notwendig, wir wollen ihn auch umfassend mitgestalten im Sinne zukunftsfähiger Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu guten Tarif-Bedingungen."

Matthias Wilhelm, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine, forderte die Beteiligung der Beschäftigten: "Die Umstellung der Industrie muss nicht im Widerspruch zur Sicherheit von Beschäftigung, Qualifikation und Einkommen stehen. Es wird nicht ohne Verantwortung der Unternehmen und entsprechender Unterstützung der Politik gehen. Wenn wir es dazu schaffen, dass dieser Prozess beteiligungsorientiert, demokratisch und sozial gestaltet wird, können die Menschen dieser Region ihre Kompetenz bei diesem Thema einfließen lassen – zum Nutzen aller."

Thomas Krause, Geschäftsführung Allianz für die Region, gab einen Überblick darüber, unter welchen Gesichtspunkten das Thema Mobilität betrachtet werden müsse, um einen umfassenden Einblick in die Thematik und Handlungsfelder von Unternehmen, Politik, Kommunen und der einzelnen Menschen zu erreichen:

  • Umwelt-Gesetzgebung (CO2-Reduktion und Elektromobilität)
  • Technologie (Elektro-, Wasserstoff- und andere alternative Antriebe sowie weitere alternative Formen der Mobilität)
  • Digitalisierung (PKW/LKW, weitere Verkehrsträger, Verkehrsführung),
  • Individualisierung (kein eigenes Fahrzeug mehr, Sharing-Konzepte etc.)
  • Kommunale Themenstellungen (z.B. Ladesäulen, Parken, Vernetzung ÖPNV)  
  • Auswirkungen auf die Arbeitsplätze und Qualifizierung der Beschäftigten.

"Vieles ist bereits eingeleitet – vieles weiteres jedoch noch zu tun", sagte Krause.

Die individuellen Sichtweisen der Teilnehmer*innen flossen durch eine Onlinebefragung direkt zu Beginn der Veranstaltung in die Diskussionen ein.

Es gibt also noch viel zu tun. Die IG Metall in der Region SüdOstNiedersachsen plant bereits die Folgeveranstaltungen zu dieser Thematik im Juli in Braunschweig und im November in Salzgitter.


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