IG Metall Salzgitter-Peine
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23.09.2019, 01:09 Uhr

+++ Bündnis gegen Rechts +++

Ein Fest für Toleranz und Solidarität

  • 28.09.2015
  • Aktuelles, Gegen Rechts

Respekt - Unser Fest! Das Bündnis gegen Rechts hatte am Samstag in die Wasserburg Gebhardshagen eingeladen, um mit einem bunten und fröhlichen Fest ein deutliches Zeichen zu setzen.

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Das Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Verbänden hat mit einem interessanten Programm aus Musik, Informationen und Diskussionen zahlreiche Besucher angelockt. Viele Musikgruppen traten auf, es gab Kinderaktionen, auch fürs Kulinarische war gesorgt.

 Mit dabei waren
• Thorsten Stelzner
• Töne Braunschweigs
• Black Sea Entertainment
• Pablo Ardouin
• Alevitische Folkloregruppe
• Tino Eisbrenner

Den Veranstaltern war es wichtig, einen unüberhörbaren Protest gegen die zunehmende Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge zu senden.

 

Anschläge und Hetze gegen Flüchtlinge stoppen – Helfen, Unterstützen, Solidarisieren!

Wir protestieren und demonstrieren gegen die zunehmende Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge in unserem Land. Wir verurteilen terroristische Brandanschläge ebenso wie Überfälle und den grölenden Mob vor Unterkünften.

Schon 1992 randalierten Nazis und sonstige Rassisten vor Flüchtlingsheimen bis hin zu Brandanschlägen und Überfällen mit tödlichem Ausgang. Das Grundrecht auf Asyl wurde eingeschränkt und die Ausgrenzung von Asylbewerbern wurde per Gesetz beschlossen (Asylbewerberleistungsgesetz).

Heute versammelt sich wieder ein rassistischer Mob vor Flüchtlingsunterkünften und das nicht nur im Osten der Republik. Wieder stellen sich Nazis an die Spitze ausländerfeindlicher sogenannter Bürgerproteste und rufen diese auf die Straße. Anschläge auf Flüchtlingsheime häufen sich. Etablierte Politiker debattieren erneut über Einschränkungen des Asylrechts, reden von „sicheren Herkunftsländern“, von beschleunigter Abschiebung und eingeschränkten finanziellen Leistungen.

In Salzgitter leistet seit vielen Jahren ein breites Bündnis erfolgreich Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Hier engagieren sich immer wieder viele Menschen ehrenamtlich für all jene, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile viele private Initiativen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Das ist gut und richtig, das reicht aber nicht!

- Wir erwarten eine klare Reaktion des Rechtsstaates: Entschiedene Verfolgung und Verurteilung der Täter und einen überzeugenden Schutz für die Flüchtlinge und ihre Unterstützer!

- Wir sind erklärte Gegner einer Politik, die das Asylrecht weiter einschränken will, die auf beschleunigte Abschiebung und niedrigere Standards setzt!

- Wir sind solidarisch mit allen Verfolgten. Wir fordern ein umfängliches und sicheres Asyl in Deutschland unter erträglichen sozialen Bedingungen!

- Wir erwarten einen sozialen und solidarischen Umgang mit den vielen Schutzsuchenden, die unser Land erreichen. Angemessene Unterbringung, ausreichende und anständige Verpflegung, Integrationshilfen und Zugang zu Kitas, Schulen und zum Arbeitsmarkt.

Wir erinnern an die Jahre der faschistischen Diktatur, die Menschen weltweit und millionenfach zu Tode gebracht oder in die Flucht getrieben hat. Schon deshalb fühlen wir uns zum Protest gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit  verpflichtet.

Wir wollen am 26. September 2015 mit unserem Fest für Respekt und Toleranz ein Zeichen in Salzgitter setzen und laden alle Bürgerinnen und Bürger und ganz besonders auch alle Flüchtlinge herzlich dazu ein.

Die Veranstalter


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