IG Metall Salzgitter-Peine
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07.12.2022, 16:12 Uhr

Tarifrunde Volkswagen

Mehr als 4.000 Beschäftigte machen dem Arbeitgeber Druck

  • 11.11.2022
  • Aktuelles

Die Arbeitgeberseite hat nichts auf den Tisch gelegt. Nach knapp zwei Stunden sind die Tarifvertragsparteien wieder auseinandergegangen – ohne Angebot von Volkswagen zu den Forderungen der IG Metall. Zuvor empfingen 4.000 Beschäftigte vor der Volkswagen Arena in Wolfsburg lautstark die Unternehmensvertreter.

Der Arbeitgeber rührt sich nicht vom Fleck. Trotz exzellenter Unternehmens und Konzernzahlen lasse Volkswagen seine Beschäftigten hängen, bedauert Thorsten Gröger, Verhandlungsführer der IG Metall. Wie alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden sie durch steigende Lebenshaltungskosten real an Einkommen verlieren. »Das Unternehmen war in der zweiten Verhandlungsrunde nicht bereit, über eine nachhaltige Entgeltentwicklung der Beschäftigten zu sprechen.« Auch die weiteren Forderungen der IG Metall lasse das Unternehmen links liegen und zeige sich nicht lösungsbereit.

Trotz starker verhandlungsbegleitender Aktion der Belegschaften, machte Volkswagen keine Anstalten, ein Angebot zu präsentieren: Leere Hände des Unternehmens in der Tarifverhandlung könnten keine Rechnungen begleichen, so Daniela Cavallo, Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Volkswagen AG. Und weiter: »Das Fass den Boden ausgeschlagen hat es aber, dass die Arbeitgeberseite mit einer eigenen Forderung um die Ecke bog: der Reduzierung unserer Ausbildungsstellen.« Das sei einfach nur dreist. »Dieses Thema haben wir in der zurückliegenden Haustarifrunde langfristig geklärt und es fehlt heute jegliche Begründung, warum wir dieses Thema wieder aufschnüren sollten.«

Die IG Metall fordert weiterhin:
■ Eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 8 Prozent.
■ Eine Verlängerung des Tarifvertrages über die Altersteilzeit.
■ Die Verbesserungen der tariflich geregelten Freistellungszeiten für Mitglieder der IG Metall.
■ Die Übernahme der Semesterbeiträge für alle Dual Studierenden durch Direktzahlung an die Hochschulen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Dienstag, 22. November, verabredet.

 


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