IG Metall Salzgitter-Peine
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13.12.2019, 02:12 Uhr

+++ Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung +++

"Schau ich bin schon da!" - Osterhasen-Aktion des AK SBV auf dem Weihnachtsmarkt

  • 04.12.2019
  • Aktuelles

Der 03. Dezember ist ein besonderer Gedenktag – der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Er wurde bereits 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, fristet aber immer noch ein eher unbekanntes Dasein. Der Arbeitskreis der Schwerbehindertenvertretungen der IG Metall Salzgitter-Peine geht daher seit Jahren an diesem Tag mit einer Aktion an die Öffentlichkeit, um dies zu ändern.

Mit der diesjährigen Aktion „Schau ich bin schon da!“ des Arbeitskreises der Schwerbehindertenvertretungen (AK SBV) der IG Metall Salzgitter-Peine sollte erneut auf diesen besonderen Tag sowie auf die Probleme und Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht werden.

Auf dem Lebenstedter Weihnachtsmarkt waren zwischen 16 und 18 Uhr etwas andere, aber ganz besondere Weihnachtsmänner und –frauen unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit bunten Weihnachtsmann-Mützen und Osterhasen-Ohren verteilten die Metallerinnen und Metaller Postkarten mit Schoko-Osterhasen.

„Osterhasen trifft man auf dem Weihnachtsmarkt so unverhofft, wie Manchen eine Behinderung ereilt“, erläuterte Ina Biethan von der IG Metall Salzgitter-Peine die Osterhasen-Aktion. Die Schokohasen waren ein guter Aufhänger, um mit den Besuchern des Weihnachtsmarktes ins Gespräch zu kommen. „Die bunten Mützen sollten Sinnbild für die Vielfalt der Menschen sein und die Kombination mit Hasen-Ohren zeigte, dass wir eben anders und besonders sind“, ergänzte Helmut Greiner von der SBV-Arbeitskreisleitung.

 

Laut Statistik leben in Deutschland 10,2 Millionen Menschen mit anerkannten Behinderungen. Hinzu kommen diejenigen, die ihre Einschränkungen nicht vom Amt haben anerkennen lassen. Folglich geht es hier um einen großen Teil der Bevölkerung – Tendenz steigend.

Grund genug, auch weiterhin Barrieren abzubauen – nicht nur in Form von Treppenstufen und Bordsteinkanten (darauf zielte die letztjährige Aktion des AK SBV), sondern auch in den Köpfen. Denn diese führen häufig dazu, dass Behinderte auch im Arbeitsleben Nachteile erleben. Sie arbeiten häufiger unterhalb ihres Qualifikationsniveaus, erhalten im Vergleich weniger Entgelt und sind mehr und länger von Arbeitslosigkeit betroffen. All dies zeigt: Menschen sind nicht behindert, Menschen werden behindert!


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