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14.06.2021, 22:06 Uhr

Tarifbewegung 2021

Verhandlungen bei VW-Kontraktlogistikern gehen weiter

  • 27.05.2021
  • Aktuelles

Trotz gleicher Arbeit sollen die VW-Kontraktlogistiker im Gegensatz zu den anderen VW-Töchter nicht die tariflich vereinbarte Coronabeihlfe in Höhe von 1000 Euro ausbezahlt bekommen. Doch die gut organisierten Kontraktlogistiker wehren sich.

bialasiewicz/panthermedia.net

"Ein starkes Ergebnis in schwierigen Zeiten", bezeichnet Frederic Speidel den Tarifabschluss, den die VW-Töchterunternehmen vom Mutterkonzern übernommen haben. Nur die Kontraktlogistiger fehlen noch. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern laufen bereits. Doch es hakt noch. Die Arbeitgeber stellen sich bei der Coronabeihilfe in Höhe von 1000 Euro quer und verweigern den rund 3000 Beschäftigten die Einmalzahlung.

Die für VW beschäftigten Kontraktlogistiker der Unternehmen Schnellecke, Ceva-Logistics, Imperial-Automotive, DB Schenker und Grupo Antolin sind seit 2018 an den VW-Tarif angelehnt.

Bei den Beschäftigten stößt der Versuch der Arbeitgeber, das Tarifergebnis zum Nachteil der Kontraktlogistiker aufzuschnüren, auf Unverständnis. "Unvorstellbar, dass wir für den größten Automobilhersteller der Welt arbeiten und wir dennoch wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden", sagt Birsel Teke, Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Automotive in Osnabrück. "Es muss Schluss sein mit der Benachteiligung der Kontraktlogistik."

Zuvor hatten die VW-Töchter-Unternehmen Autostadt GmbH, Wolfsburg AG, Autovision, VW Group Services und Sitech Sitztechnik den Tarifabschluss übernommen.

Mehr Geld und eine ausgeweitete Wahloption für mehr freie Zeit war die Antwort der Gewerkschaft und der Arbeitgeber auf die aktuelle Krise. Neben der Coronabeihilfe bekommen die Beschäftigten 2,3 Prozent auf ihr monatliches Gehalt aufgeschlagen. Die Tarifliche Zusatzvergütung (T-ZUV) kann zur Hälfte für alle Beschäftigten in drei freie Tage umgewandelt werden. Besonders Belastete Beschäftigte können weiter ihre sechs Tage in Anspruch nehmen.

Am 2. Juni ist die nächste Verhandlung angesetzt. Die gut organisierten Beschäftigten aus der Kontraktlogistik können jederzeit in den Aktionsmodus schalten: "Wenn die Arbeitgeber der Meinung sind, wir seien immer noch Beschäftigte zweiter Klasse, werden wir laut, deutlich und zur Not auch schmerzhaft spürbar machen, dass wir uns das bei DB Schenker nicht gefallen lassen", sagt Fikret Gündogdu, Betriebsratsvorsitzender der Schenker Deutschland AG in Salzgitter. "Wir werden für die Anerkennung unserer Leistung kämpfen."

 


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