IG Metall Salzgitter-Peine
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17.06.2019, 02:06 Uhr

+++ Tarifrunde Stahlindustrie +++

Verhandlungsergebnis erzielt

  • 18.03.2019
  • Aktuelles, Stahl

Die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie erhalten 3,7 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Außerdem eine zusätzliche tarifliche Vergütung in Höhe von 1000 Euro, die in freie Tage umgewandelt werden kann. Darauf haben sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Stahl in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Düsseldorf geeinigt.

Foto: PantherMedia_Laurentiu Iordache

Sonntag, 17. März, 4 Uhr: Nach 16-stündiger Verhandlung geht nichts mehr, ist alles ausgereizt, haben beide Tarifparteien ihr Schmerzgrenzen erreicht.
Die 72 000 Stahlbeschäftigten erhalten eine zusätzliche tarifliche Vergütung – 1000 Euro ab 2020, jährlich und tarifdynamisch, es steigt mit jeder Tariferhöhung. Das Geld kann in freie Tage umgewandelt werden. Der Festbetrag kommt besonders den unteren Entgeltgruppe zugute. Diese soziale Komponente war der IG Metall besonders wichtig.
Wieviel Freizeit der Einzelne nehmen kann, hängt davon ab, wie viele Beschäftigte Geld gegen Zeit tauschen wollen. Bei vielen Anträgen reduzieren sich die freien Tage für den Einzelnen. Können nicht alle gewünschten freien Tage realisiert werden, werden diese ausgezahlt. Es verfällt nichts!
Klar war: Die Ausbildungsvergütung sollte überproportional steigen, sprich höher ausfallen als die allgemeine Tarifsteigerung von 3,7 Prozent. Dass sie nun um 9,9 bis 18,7 Prozent steigt, ist ein großartiger Erfolg. Damit wird die Schere zur Metall- und Elektroindustrie geschlossen. Die Ausbildungsvergütung ist 2020 in beiden Branchen gleich hoch! Das kommt den jungen Leuten genauso zu Gute wie den Stahlunternehmen im Wettbewerb um die Fachkräfte der Zukunft.


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